Wirtschaft und Geld in Berlin
Ein Girokonto dient zum Ablauf des bargeldlosen Zahlungsverkehrs und wurde zum ersten Mal 1906 in der Schweiz zur Verfügung gestellt.
Heutzutage bieten immer mehr Kreditinstitute ein Girokonto kostenlos an. Zu den meisten kostenlosen Girokonten gehört auch eine EC-Karte, die dem Kunden die Abhebung von Bargeld an den Geldautomaten gewährt, aber auch das bargeldlose Bezahlen an der Tankstelle oder im Supermarkt. Sie ermöglicht zur gleichen Zeit den Zugang zu den Selbstbedienungsterminals, über die es möglich ist, Daueraufträge einzurichten oder Überweisungen zu tätigen. Bei den meisten Banken gibt es das so genannte Lastschriftverfahren. Mit diesem kann man beispielweise jährlich Zahlungen an die Versicherung automatisch von dieser einziehen.
Das Lastschriftverfahren wird auch zum Ausgleich monatlich bestehender Rechnungen mit verbrauchsabhängigen Rechnungssummen genutzt. Ein Beispiel hierfür ist die Telefonrechnung. Neben den oben erwähnten Vorgehensweisen stellen viele Banken auch kostenfrei Telefonbanking und Online-Banking zur Verfügung. So besteht die Möglichkeit von zu Hause aus über das kostenlose Girokonto zu verfügen. Alle Personen, die heute noch monatliche Kontoführungsgebühren zahlen, sollten den Wechsel zu einer anderen Bank seriös erwägen. Im Zeitalter des digitalisierten Zahlungsverkehrs sollte eigentlich kein Kreditinstitut mehr Gebühren für das Führen eines Girokontos verlangen. Ausserdem ist bei vielen gebührenpflichtigen Girokonten die Verzinsung von Guthaben nicht oder nur zu einem sehr niedrigen Zinssatz festgelegt. In der Regel ebenso ungünstiger bildet sich die Sollverzinsung für den Dispokredit.
Ein Girokonto stellt heutzutage für viele Bürger und Bürgerinnen die Voraussetzung für die Teilhabe und Teilnahme am modernen Wirtschaftsleben. Ein Girokonto für alle Bürger und Bürgerinnen ist eindeutiges Ziel der Bundesregierung, da Kontolosigkeit und auf diese Weise der Ausschluss vom bargeldlosen Zahlungsverkehr nicht nur finanziell negativ sind, sondern beeinträchtigen die Betroffenen in ihrer wirtschaftlichen Handlungsfreiheit oder gefährden gar ihre Existenz.
Festgeld:
Unter dem Festgeld versteht man eine verzinste Kapitalanlage bei Banken und Sparkassen. Dabei wird das Geld für eine bestimmte Periode fest angelegt und dafür erhält man einen gewährleisteten Festzins. Typische Merkmale des Festgeldkontos sind Gebührenfreiheit, Renditegarantie und Kapitalsicherheit. Aufgrund festgeschriebener Zinsen bis zum Ende der Laufzeit kann das Sparergebnis im voraus berechnet werden. Es gibt keine Kursverluste. Wer ein Festgeldkonto eröffnen möchte, sollte weder über ein Giro- noch ein anderweitiges Sparkonto bei der entsprechenden Bank verfügen.
Das eingezahlte Geld wird auf einem separaten Konto auf den Namen des Kunden angelegt. Hierbei sollte man mit keinen Kontoführungsgebühren oder Abschlusskosten rechnen. Kurz vor Ende der Laufzeit erhält der Sparer Information über das Auslaufen der Geldanlage. Der Sparer hat die Möglichkeit die Summe wieder als Festgeld anzulegen, auf sein Referenzkonto überweisen zu lassen oder eine andere Geldanlage zu wählen. Wenn der Anleger sich nicht meldet, wird die Summe meistens zu den aktuellen Konditionen weitergeführt.
Nicht vergessen: Bevor man sich für die Eröffnung eines Festgeldkontos entscheidet, ist es ratsam, einen Festgeld Vergleich durchzuführen.